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Guter, günstiger 3D-Drucker für u.a. auch Holz und Metall.

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Praktiker
(@praktiker)
Hochberühmtes Mitglied Admin

Hallo Community, 

Ich habe jetzt vor, eine "Vorrichtung", die ich schon mal vor Jahren für meine Mutter gebaut habe, neu zu bauen, mit anderem Design, aber gleicher Funktion, um die evtl auch auf dem Markt zu bringen. 

Nach gefühlt endloser Suche habe ich zwar schon Ideen und auch Material, um anfangen zu können, aber erst heute morgen kam ich auf die Idee, evtl Teile dafür mit dem 3D-Drucker herzustellen.

Bei der Vorrichtung käme es sehr passend, wenn man einzelne Teile davon sowohl aus Holz, als auch aus Metall drucken könnte, wegen Optik und Stabilität. 

Da ich weiss, dass hier ein paar Leute sind, die etwas mehr Ahnung von 3D-Druck haben, wollte ich hier mal in die Runde fragen, ob mir einer bei der Auswahl eines passenden Gerätes helfen kann.

Für den Anfang wollte ich erst mal nur bis max 300 € investieren.

Eine Möglichkeit/ ein Angebot habe ich schon mal hier gefunden. 

Der Elegoo Neptune 2 scheint z.Z. ausverkauft zu sein und der Prusa, den @Rudi dem @Maxens empfehlen wollte, ist mir doch einiges zu teuer. Was der 3D-Drucker von Bresser (bei Aldi erhältlich) taugt, weiss ich nicht, aber da ist die Baugröße eh zu klein (100 x 105 mm, o.ä.).

Die Grundfläche (Druckfläche) sollte min 150 x 150 mm betragen, besser noch etwas mehr, für meine Zwecke.

Ich hoffe wieder auf viel schnelle Hilfe.

LG euer Praktiker 

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Themenstarter Geschrieben : 24/04/2021 15:00
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@electrodummy Sehr gerne. Ich bestelle bei denen seit über 20 Jahren. Und es ist immer alles perfekt gelaufen. Und schreckt euch nicht vom Begriff "Mängelexemplar". Sogar diese Exemplare kommen in der Folie verpackt. Ich habe nie was zu beanstanden gehabt.

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Geschrieben : 05/06/2021 22:43
Praktiker
(@praktiker)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@rudi, ich habe soeben erst mal in den Einstellungen von Cura etwas geändert. Im "Menü" oben rechts habe ich die Geschwindigkeit auf 150 mm/s geändert (alles was darüber hinaus ging wurde sofort Orange markiert), die Drucktemperatur für PETG auf 250°C erhöht (beim jetzigen Druck, mit nur 235°C haftet wohl nicht alles vernünftig und es sind schon Löcher im Druck) und die Linienbreite auf 0,3 mm, bzw 0,6 mm (Wanddicke) verringert.

Das jetzige erste Teil ist die Halterung für einen Holzstab, an dem noch andere Elemente befestigt werden sollen.

Das Endprodukt soll etwas werden, was man zum Handarbeiten nutzen kann und soll. Nach meiner bisherigen Recherche gibt es so etwas noch nicht, noch nicht mal von PRYM.

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Themenstarter Geschrieben : 06/06/2021 18:51
Praktiker
(@praktiker)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@rudi, der Druck ist leider ziemlich misslungen und die Düse ist auch hinüber. Düsen und "Reinigungsstäbe" sind schon bestellt. 

Der Extruder war um die Düse rum ganz schön verdreckt und angekokelt. Ich musste mit scharfem Messer "festgeschmortes" Kunststoff entfernen. 

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Themenstarter Geschrieben : 06/06/2021 23:35
Rudi
 Rudi
(@rudi)
Schätzbares Mitglied Mitglied

@praktiker

250°C könnte schon bissl warm sein.

Wenn der Druck löchrig rauskommt:

  1. Rutscht das Filament manchmal durch (klackgeräuse am Extruder)? -> Anpressdruck der Vorschubeinheit Extruder nicht richtig. (Zu hoch oder zu niedrieg)
  2. Extrusionsmultiplizierer (im Slicer / Cura) falsch / zu niedrig: Zum Prüfen mal 10cm Filament extrudieren lassen, und messen, ob auch wirklich 10cm Verbraucht wurden. Dazu kann man auf dem Filament eine Markierung machen.
  3. Filamentdurchmesser und Rundheit prüfen.
  4. Ist die Richtige Düse drauf (meist 0,4mm)
  5. Ist das Hotend korrekt zusammengebaut (kann zu einem erhöhten Vorschubwiderstand führen)
  6. Bei Neuem Drucker: Sind die Steps / mm korrekt (Firmware Drucker)? Wenn bei 2. eine große Abweichung kommt (z.B. 8 statt 10cm) könnte im Steps /mm die Fehlerursache liegen. Mit anderem Filament (PLA) verifizieren.
  7. Hält die Düse die Temperatur? Meist wird die Soll / Ist Temperatur auf dem Druckerbildschirm angezeigt. Wenn die IST-Temperatur während des Drucks deutlich unter der Soll Temperatur liegt, kann ein Defekt am Hotend vorliegen, oder es wird zu schnell gedruckt, oder die Umgebungstemperatur ist zu niedrig. Evtl. ist auch einfach die Heizkartusche zu klein Dimensioniert.

Meist wird bei einer 0,4mm Düse die Extrusionsbreite auf 0,45mm gestellt (also mehr als der Düsendurchmesser). Das bringt deutlich bessere Ergebnisse.

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Geschrieben : 07/06/2021 0:54
Praktiker
(@praktiker)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@rudi, entschuldige bitte die späte Rückmeldung, aber ich hab diese Woche Spätschicht bis 23 Uhr und wusste auch nicht so Recht, was ich antworten sollte.

Ist eine Temperatur von maximal 240 °C besser (z.Z. drucke ich noch bei 235 °C)? In den ersten Stücken haben sich noch kleine, wohl zu heiß gewordene Kunststoffstücke "reingemogelt". 

Die Angabe Steps/mm habe ich glaube ich nicht gesehen, in den Einstellungen, wohl aber Linienbreite, oder Wanddicke. Irgendwo stand auch Anzahl der Wandlinien, meine ich. 

Die Vorschub-Einheit müsste der "Kasten" sein, wo das Filament zuerst durchgeht, etwa 20 cm vorm Extruder. Ist denn Vorschub und Druckgeschwindigkeit so verschieden? An eine Position Extrusionsmultiplizierer kann ich mich auch gerade nicht entsinnen. 

Wenn man auf dem Filament deutliche Riffeln vom Vorschubrad sehen kann, ist es dann zu fest "angedreht", dass Vorschubrad? 

Die Düse war wohl 0,4 mm groß und die neu bestellten sind auch (fast?) alle 0,4 mm groß. 

Die Drucktemperatur war wohl ziemlich stabil, die hat kaum geschwankt.

Mir war aber aufgefallen, dass der Drucker vor Druckbeginn in geringer Höhe über der Druckplatte erst so etwas Filament rausgeschoben hat, was ich aber noch entfernen konnte. Der Teil vom Extruder, wo die Düse eingeschraubt ist, war nach dem letzten Druck ziemlich schwarz an der Seite, was ich auch noch abgekratzt habe. 

Kann es sein, dass etwas Filament beim drucken auch seitlich neben der Düse (aus/durch dem/das Gewinde) ausgetreten ist? Da war nämlich ein wenig geschmolzenes Filament festgeworden, zwischen Düse und Extrudergehäuse. 

Den nächsten Versuch werde ich wohl erst am Wochenende starten. Die neuen Düsen sind auch noch nicht da.

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Themenstarter Geschrieben : 09/06/2021 2:30
Rudi
 Rudi
(@rudi)
Schätzbares Mitglied Mitglied

@praktiker, die Temperatur probiert man am Besten mit so einem Heattower aus. Nur schauen dass die Temperaturänderungen auch tatsächlich im G-Code enden. Meist reichen 5°C Änderung aus, um zu einem besseren Ergebniss zu kommen.

Steps/mm müssten in der Firmware, also wahrscheinlich direkt am Drucker, einstellbar sein.

Extrusionsmultiplizierer / Extrusionsfaktor: Ist Quasi der "Korrekturfaktor" zwischen der Errechneten Menge Filament, und der tatsächlich verdruckten Menge Filament. Äußere Einflüsse, wie Filamentdurchmesser, Material, Widerstand des Filaments in der Zuführung, Anpressdruck der Vorschubeinheit, Durchmessertoleranz der Vorschubeinheit etc. können die reale Filamentmenge (bzw. -länge) beeinflussen. Dann kommt am Ende zu wenig oder zu viel Filament raus.

Nach dem Vorschubrad sollte das Filament wie eine Zahnstange, gleichmäßige Riffel aufweisen. Das Filament sollte aber immer noch schön Rund sein, keine Verquetschungen aufweisen. Wenn "Zahnlücken" entstehen (meist auch durch ein klackern hörbar) kann der Widerstand des Filaments zu groß sein (es sollte eigentlich ohne Kraftaufwand von Rolle bis Hotend laufen können), oder der Anpressdruck ist falsch.
Den Anpressdruck richtig einzustellen ist aber nicht ganz einfach, und ausserdem hat jedes Material sein eigene optimum.
Was man machen kann: Filament Festhalten, bis es zum durchrutschen kommt. Prüfen ob der Motor Schritte verliert (also die Motorachse springt immer wieder zurück) oder ob das Filament geraspelt wird. Letzteres sieht man dann an einer Einkerbung im Filament. Verliert der Motor Schritte, dann den Anpressdruck leicht verringern. Kommt es zum "raspeln", Anpressdruck erhöhen. Das Optimum sollte kurz vor dem Raspeln liegen, also der Motor verliert Schritte. Wenn der Extruder gut ist, dann ist es oft auch extrem Schwer, das Filament nur von Hand festzuhalten. Am Ende noch das Vorschubrad reinigen. Bzw. Falls es schon vor dem Test voller Filentreste ist, auch schon vorher.

Es sollte nirgends Kunststoff austreten, als vorne aus der Düse. Das spricht sonst für eine falsch eingebaute Düse, falsch zusammengebauts Hotend oder Riss / Fehler in einen der Teile. Die Düse wird in der Regel im HEISSEN! Zustand ein- und ausgebaut. Hier am besten GENAU nach Anleitung des Herstellers vorgehen. Wenn alles korrekt zusammengebaut ist, sollte man von Hand mit wenig Kraftaufwand Filament extrudieren können. Wenn nicht -> Hotend prüfen.
Manchmal kann es aber vorkommen, dass bereits extrudiertes Filament so bissl hochgezogen wird, und dann den Düsenrand verdreckt. Das ist normal. Ab und zu im heissen Zustand mit einer feinen Messingbürste drübergehen und fertig.

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Geschrieben : 09/06/2021 12:15
Praktiker
(@praktiker)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@rudi, so einen Heattower wollte ich ja erst drucken und habe ich wohl auch, nur leider alle Stufen in der selben Temperatur, weil ich ja nicht wusste, wo/wie ich die Temperatur ändern muss.

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Themenstarter Geschrieben : 10/06/2021 20:16
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