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Werkzeugmaschinen-Akkus für Pedelec (E-Bike) nutzen  

  

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Vorab: Ich bin begeisterter Radfahrer und Heimwerker (vorrangig Holz), aber Elektronik-Laie.

Seit einiger Zeit befasse ich mich mit dem Gedanken, mir ein Tadpole-Trike (Dreirad mit vorn zwei / hinten einem Rad) aus Multiplex selbst zu bauen. Und um das Anfahren / Fahren zu erleichtern, denke ich hier auch über den Einbau eines Hinterrad-Naben-Motors nach, wie z.B. diesen Umbausatz. Dieser Motor wäre aber auch eine Alternative für mein Stadtrad (eins meiner 3 Fahrräder), denn das ständige Anfahren nach Ampelhalts nervt mich auch etwas (ich wohne in Berlin). Und nicht jedes Mal völlig verschwitzt im Büro anzukommen, hat auch was.

Der verlinkte Umbausatz benötigt eine Spannung von 36V, die z.B. dieser Akku liefern kann (36V / 11,6Ah / 2,3kg).

Nun zur Frage: Könnte man statt des normalen Akkus auch parallel und in Reihe verschaltete Akkus für Werkzeugmaschinen nutzen, wie z.B. diese? Preislich wäre das bei 4 Akkus eine andere Dimension, mit ähnlichem Gewicht (je 700g) und etwas geringerer Gesamtleistung. Für das Stadtrad wäre das kein Problem, da ich hier täglich  nur 2x 10km fahre. Und für das Trike könnte man auch 2x 3 Akkus verbauen (denke ich mir als Laie). Das Mehrgewicht wäre jedenfalls nicht so tragisch, da ein Liegerad ganz andere Fahreigenschaften als ein Upright hat.

Vorteil der Einzelakkus wären u.a. kürzere Ladezeiten (mehrere Ladegeräte vorausgesetzt) und ggf. auch preiswerterer Tausch einzelner Akku-Packs, wenn mal eins nicht mehr will.

Adapter für die Aufnahme der Akkus kann ich mir selbst drucken. - Mir geht es hier vorrangig darum, ob so eine Verschaltung möglich wäre / sinnvoll ist und wenn ja, welche Bauteile man dafür bräuchte.

6 Answers
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Rein theoretisch müsste es gehen, wenn du zum verbinden entsprechend dicke Kabel verwendest und du den wasserdichten Originalstecker zum Anschluss an den KOntroler bekommst. Ich kann die aber nicht sagen ob sich die Akkupacks auch gleichmäßig entladen im Betrieb weil die Balancer-Elektronik fehlt. Die Steckt nämlich bei dem ELFEI Akku mit drin 

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!

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Die Balancer-Elektronik ist dafür da, daß die Zellen oder dann Akku-Packs gleichmäßig beansprucht / entladen werden? Sowas muß es doch auch unabhängig vom ELFEi-Akku geben.

Und könnte man die 20V-Akkus einfach in Reihe schalten oder bräuchte man noch einen Konverter?

Wie geschrieben: Ich habe davon wenig Ahnung.

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Da hast du schon recht. und es gibt die Balancer auch einzeln. Allerdings werden sie immer mit je einer Zelle und nicht mit dem ganzen Akkupack verbunden

https://www.ebay.de/itm/36V-BMS-Battery-Management-System-10S-LiIon-Li-Ion-Lithium-18650-Batterie-30A-/172308263972

Und nach etwas. Wenn du 2x20 Volt in Reihe schaltest hast du 40 Volt, aber keinen höheren Strom. Das wird hier sehr gut mit Autobatterien erklärt

http://www.mpptsolar.com/de/batterien-parallel-in-reihe.html

 

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!

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Danke für die Links.

Sollte das einzelne Akku-Pack (von Parkside) nicht auch sowas wie einen Balancer drin haben? Da wird doch mehr als nur eine Zelle verbaut sein?

Eine Möglichkeit wäre ausserdem, die Akku-Packs auseinanderzunehmen und das verlinkte BMS zu verwenden. Dann sollte es auch leichter sein, die 36V zu "treffen".

 

Die Parkside Akkus kenne ich leider nicht. Bosch hat bei den 18 Volt LI-Ion Akkus einen  Balancer eingebaut denn so einen Akkupack habe ich schon mal zerlegt. Aber die sind ja auch un einiges teurer

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Sind die Balancer nicht zum Ausgleich beim Laden gedacht? Wenn man die einzelnen Packs eh getrennt lädt, bräuchte man dann keinen zusätzlichen Balancer. Eine Tiefentladungssüberwachung müsste in jedem Pack verbaut sein. Von daher könnte es gehen. Oder habe ich was übersehen?

Hallo Max Husky

Nicht unbedingt . Gerade in der e-Mobilität werden auch die Entladeströme geregelt.

Hier mal ein Artikel dazu

https://www.next-mobility.news/worauf-es-beim-battery-balancing-von-lithium-ionen-akkus-ankommt-a-682081/

 

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Grundsätzlich Funktioniert das auch mit den Werkzeugakkus. Ausser der Akku hätte ne Softwarekommunikation, die den Akku nur Freischaltet wenn ein passendes Gerät angeschlossen ist. 2 dieser Akkus in Reihe ist auch kein Problem. Nur beim Paralellschalten könnte es auch relativ große Ausgleichsströme geben (grob geschätzt bis 20A), wenn die Akkus unterschiedliche Spannungen / Ladezustände aufweisen. Die werden den Zellen kaum Schaden, da die auf sehr hohe Ströme ausgelegt sind, evtl. jedoch der Elektronik / Sicherung im Pack selber (Überlastschutz), oder der Verkabelung am Bike.

Wahrscheinlich wird die Lebensdauer nicht ganz so gut sein wie bei dem E-Bike-Pack.

Alternativ kann man sich das Pack auch komplett selbst bauen, ohne Löten / Schweißen geht das z.B. mit dem Vruzend-Kit. Zellen separat Kaufen und Schutzschaltungen gegen Tiefentladen und Kurzschluss nicht vergessen, und schon kann man sich einen Akku so zusammenstellen wie man möchte. Nur unbedingt beim Arbeiten auf die Kurzschlussgefahr achten. Einzelne Zellen Kurzschließen gibt höchstens einen Funken (wenn dauerhaft dann kann auch eine Einzelzelle Überhitzen -> Brandgefahr!), bei größeren Packs jedoch schon heftige Lichbögen, da kann auch mal was das Brennen anfangen, auch Metall!

Das Vruzend System ist ja toll. Danke für den Tip.

Das Vruzend-System sieht echt interessant aus, werde ich mir merken. 

Ich habe mir mal für eine Mini-Solaranlage einen 25,2-V-Akku aus 21 18650-er Zellen gebaut und habe sie beim besten Willen nicht zusammengelötet bekommen. Die Zellen dürfen ja dabei nicht zu heiß werden. Da ich nicht schweißen kann, habe ich letztlich einfach jede Zelle in ein „Batteriefach“ (von Aliexpress) gesteckt und nur die Batteriefächer verlötet. Funktioniert auch, sieht aber ein bisschen unprofessionell aus. 😆 

In einem zukünftigen Projekt werde ich vielleicht mal das Vruzend-System ausprobieren. Ich frage mich nur, ob das wirklich sicher hält, wenn die Kontakte nur so aufgesteckt sind. Hier geht es ja um ein E-Bike, da wird das Akkupack ordentlichen Vibrationen ausgesetzt sein. Aber wenn man das Gehäuse so konstruiert, dass es die Kontakte fest zusammendrückt, müsste es gehen.

@kaosqlco Falls du dich für den Selbstbau eines Akkupacks entscheidest: Für preiswerte Lithium-Ionen-Akkuzellen kann ich den niederländischen Anbieter NKON empfehlen.

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