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USB Stick 3.0- 64GB...
 

USB Stick 3.0- 64GB Geschwindigkeitsprobleme beim Schreiben  

  

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Habe vor kurzem einen USB Stick erworben. Angeblich 3.0 mit 64 GB Volumen.

Nun zeigt dieser das Problem das beim Schreiben dieser Anfangs mit voller Geschwindigkeit arbeitet aber dann plötzlich absinkt auf Null und dann verzögert in den Kilobereich wandert. Ich habe schon etliche Diagnosetools ausprobiert und keine Rückmeldung erhalten. Auch das Umformatieren auf die gängigsten Formate schaffen keine Abhilfe.

Das Lesen vom Stick läuft ohne Probleme mit der üblichen 3.0 Geschwindigkeit. Die Einbrüche der Schreibgeschwindigkeit sind auch auf anderen Rechnern vorhanden. Gibt es dafür einen guten Rat ob der Stick evtl. defekt ist?

Unter anderem wurde der Stick mit einem Diagnosetool von Acronis Disk Director getestet. Kein Fehler gefunden.

Salve: Rupi

8 Answers
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Ich meine, es gibt zumindest SSD, die beim Schreiben die Daten erst in einem schnellen RAM oder SLC Flash ablegen und sie dann im Hintergrund in den eigentlichen Speicher schreiben. Solange der Puffer Platz hat, ist der Speicher also recht schnell. Vielleicht wird das bei USB Sticks ähnlich gemacht, um einen großen und schnellen Speicher zu vermeiden.

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Das Schreibproblem ist nur auf diesem Stick zu beobachten. Andere am USB hängende Geräte zeigen dieses Phänomen nicht. Ich hatte vergessen zu erwähnen das der Stick anfangs in einem mir gänzlich unbekannten Format formatiert war. Wurde vom Vorgänger zum Speichern von Fernsehaufnahmen von einem Sat-Receiver benutzt. Dieser hat wahrscheinlich dieses unbekannte Format erzeugt. War also anfänglich so nicht nutzbar. Der Stick musste erst in ein gebräuliches Format formatiert werden. Evtl. sind da doch Überreste verblieben. Unerklärlich ist das nach Umstellung auf FAT32 etc. im langen Formatier Modus trotzdem das Problem auftritt. 

Bearbeitet vor 7 Monaten von Rupi

Salve: Rupi

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Hast du den Stick auch schon am USB 2.0 Anschluss getestet?

Sind die USB 3.0 Treiber auf deinem PC aktuell?

Ich z.B. habe eine 1 TB HDD mit USB 3.0 Anschluss, die ich auch nur über USB 2.0 Anschluss laufen lassen kann (auch zum aufnehmen von Filmen), weil die sich am USB 3.0 Anschluss nicht rührt.

 

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Also hier kommen ja gleich ein paar viele mögliche Fehlerquellen zusammen.

Generell: Sticks sollte man vor der "Inbetriebnahme" mit dem Tool h2testw der ct testen. Alles andere ist "Spökenkiekerei". Ein Durchlauf mit h2testw kann zwar teilweise sehr lange dauern, aber das Tool arbeitet recht simpel und extrem zuverlässig. Es schreibt über die Treiber des Betriebssystems einfach den ganzen Stick oder die Speicherkarte voll. Der Trick liegt in den Testdaten, denn in den Datenblöcken sind neben Prüfziffern auch Angaben zur Position des Blockes in der Datei enthalten. So kann man beim Einlesen nicht nur testen, ob der Block fehlerfrei gelesen wurde, sondern ob exakt die richtigen Daten gelesen wurden. Damit werden sämtlich Fehler wie umgefallene (faule) Bits, überschriebene Daten usw. erkannt. Es gibt noch andere Testprogramm, die wesentlich schneller sind. Die gehen am Betriebssystem vorbei direkt auf den Flash-Speicher. Zum schnellen Erkennen von Fake-Memory taugen die auch, aber diese Programme kann man täuschen, so dass deren Ergebnis nur zuverlässig ist, wenn fehlender Speicher erkannt wird. Ich habe daher nie solche Programme empfohlen - die nutzt man nur für den internen Gebrauch.

Die Fehlerbeschreibung "erst schnell, dann langsam" kann auf einen Stick mit Fake Memory deuten. Andererseits wurde der Stick ja zuvor an einem Receiver genutzt - dort vermutlich mit ext3 oder ext4. Das sind übliche Linux-Formate, mit denen Windows so gar nichts anfangen kann. Und Windows tut sich schwer, solche Sticks wieder brauchbar zu formatieren.

Abhilfe: Neu Partitionieren und Formatieren. Das geht mit einem Festplattenmanager, aber nicht optimal. Die meisten Sticks kann man mit dem HP USB Disk Storage Format Tool gut neu formatieren. ExFAT kann das Tool leider nicht. Ansonsten greife ich gerne zum SD Formatter der SD Foundation. Das Programm fixt alle SD-Karten Probleme, sofern es keine Hardware Defekte sind. Und es funktioniert auch mit sehr vielen USB Sticks, allerdings nicht mit allen. Probieren hilft.

Wenn die Probleme nach dem  Formatieren anhalten, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Der Stick ist ein Fake Memory Stick. Das glaube ich aber anhand der bislang gelaufenen Diskussion nicht.

2. Der Stick ist am Lebensende. Dann dauert das Schreiben sehr lange, weil der Controller des Sticks beim Schreiben der Daten feststellt, dass der Block, den er benutzt hat, kaputt ist. Die Daten müssen also umgelagert werden. Und das dauert! Die Ursache hierfür ist etwas kompliziert zu erklären, denn der Speicher ist bei Flash total anders organisiert als bei einer Festplatte. Das ist auch der Grund, warum das FAT32 Format eigentlich großer Mist bei Flash-Speicher ist. Nur leider kommen nahezu sämtlich Linux-Kisten (Router, Receiver usw. ) mit Ausnahme von neueren Android Versionen nicht mit exFAT klar.

Nur mal so am Rande: Ich habe vor einigen Jahren mal im Staples Sticks gekauft, die waren alle extrem langsam und alle nicht ok. Die ganze Serie, die da im Laden war, zweigte die gleichen Probleme. Extrem schwankende Schreibraten, Abbruch beim Schreiben nach einigen GBs. Das waren Markensticks, aber offenbar alle defekt. Der Marktleiter wollte nach der zweiten Reklamation wissen, wie ich die denn ausprobieren würde und wie zu der Erkenntnis käme, dass die Dinger defekt seien. Der staunte nicht schlecht, als ich beim dritten "toten" Stick mit Notebook in der Hand in den Laden kam und ihm zeigte, was man wie testen kann. Umtausch war aber kein Problem.

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Hallo Holger, danke für die schnelle und klare Hilfestellung.

Das Diagnosetool h2testw hatte ich schon im Vorfeld angewendet. Nach mehrstündigen Durchlauf entstand eine Anzeige in der die Schreibzugriffe von den Lesezugriffen erheblich abwichen. Die Schreibzeiten lagen im 0,0 Bereich. Leider habe ich die Logdatei nicht gespeichert. Sollte diese weiter Helfen lege ich diese gerne nochmals an und versuche diese hier zu Posten.

Salve: Rupi

Da der Stick ja vorher genutzt wurde, glaube ich auch nicht, dass es ein Stick mit Fake Memory ist. Der Stick ist entweder defekt oder wurde beim Neuformatieren so unglücklich formatiertpartitioniert, dass die logischen Sektoren arg neben der echten Struktur liegen.

Formatiere den Stick bitte neu, falls möglich, mit dem HP Tool.

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Das Tool h2testw hat nun seine Arbeit beendet. Leider gelingt es nicht den Aussagetext aus der Zwischenablage hier einzufügen.

Es wird hier angezeigt das der Stick wahrscheinlich defekt ist. Es befinden sich darauf 38 MB Datenmüll, ebenso viele defekte Sektoren. In der Zahl nicht genannte fehlerhafte Schreibversuche.

Im Gerätemanager unter Ereignisse wird angezeigt: Gerät nicht migriert. Was dies auch bedeutet ist mir unbekannt. Aber evtl. liegt da der Fehler?

Bearbeitet vor 7 Monaten von Rupi

Salve: Rupi

Tja, das sieht nach einem sterbendem Stick aus. Aber neu formatiert mit einem der beiden von mir verlinkten Tools hast Du ihn nicht? Probieren kann man es auf jeden Fall mal, aber ich fürchte, im Stick stirbt der Flash Speicher weg. Warum wurde er denn jetzt nicht mehr am Receiver benutzt? Gab es da auch schon Fehler?

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Den Stick habe ich von einem Bekannten bekommen. Dieser hat für mich einige Filme aufgenommen die auch problemlos am TV wiedergegeben werden konnten. Ich habe die Filme auf den Rechner gespeichert und mir den Inhalt des Sticks genauer angeschaut. Dabei ist mir die ungewöhnliche Art der Formatierung aufgefallen. Auch war dieser als aktiv gezeichnet. Nach einer Formatierung auf NTFS mit Acronis Disk Director schien auch alles in Ordnung bis nach einer Verwendung die genannten Fehler auftraten.

Nun läuft momentan die Clean All von diskpart. Dauert schon ewig. Mal schaun was das Ergebnis bringt.

Übrigens, der Stick wird im Manager als VendorCo bezeichnet. Ist da evtl. ein Treiber erforderlich und wo finde ich diesen?

Bearbeitet vor 7 Monaten von Rupi

Salve: Rupi

USB-Sticks brauchen seit Windows 98SE keinen Treiber mehr. Dein Stick scheint als Festplatte partitioniert zu sein. Das Aktiv kennzeichnet die aktive Partition. Ja, auch Sticks können mehrere Partitionen enthalten. Das ist bei Linux nicht unüblich, aber Windows kann damit nicht gut umgehen.

NTFS ist ziemlich ungeignet für USB Sticks. Die aktuellen NTFS Versionen arbeiten mit diversen "Schattenmechanismen", die nur mit Festplatten/SSDs sinnvoll sind. Sticks sollte man unter Windows FAT32 oder exFAT formatieren. Die neueren großen Sticks sind beim Schreiben mit exFAT oft deutlich schneller.

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Hallo Holger, entschuldige wenn ich auf deinen letzten Beitrag erst jetzt reagiere. War beruflich verhindert.

Leider ist es unter Windows sehr schwer eine Formatierung auf exFat mit Bordmitteln durchzuführen. Es wurde deshalb Testweise ein Programm AOWEI Partition Manager Free installiert. Der so erstellte Stick funktioniert, wird aber in Windows unter Laufwerk-Eigenschaften als nicht formatiert gezeichnet. Ich habe den Eindruck das jetzt der Schreibvorgang flüssiger abläuft. Auch hier sind einige Einbrüche zu sehen. Der Speichervorgang bleibt aber im unteren Segment über 36MB/sec. Vorher mit FAT32 bezw.NTFS war die Endgeschwindigkeit nahe Null. Entscheiden ist, da der Stick am TV zur Wiedergabe von gespeicherten Filmen werden soll dieser  das Format exFat auch unterstützt.

Bearbeitet vor 7 Monaten von Rupi

Salve: Rupi

Ja, Windows will erst bei großen Sticks exFAT formatieren. Neue TVs dürften exFAT lesen können. NTFS kann leider kaum ein TV lesen. Xoro hatte mal bei Receivern mit dem Lesen von NTFS geworben. Aber die Dinger können NTFS wirklich nur lesen - nicht schreiben. Ist dann völlig wertfrei...

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