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PCloud, was haltet ...
 

PCloud, was haltet ihr davon?  

  

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Ich habe noch immer das Problem, dass ich gern meine Daten aus dem NAS auf einem Cloud-Speicher sichern möchte. Dabei benötige ich mind. 200GB an Speicherplatz für die wichtigsten Daten (eigene Fotos und Videos). Wenn mehr verfügbar Speicherplatz verfügbar ist, kann ich hat mehr sichern.

Ich habe ein Synology DS216 Play. Da gibt es diverse Sicherungsmöglichkeiten in Cloud-Lösungen. Zur Not führe ich die Sicherung auch manuell durch. An meiner Foto-Sammlung kommt ja nicht jeden Tag etwas hinzu, sodass es zur Not auch manuell funktionieren würde.

Nein, ich möchte nicht den kostenlosen Speicherplatz von Google oder Amazon nutzen. Und sobald man verschlüsselte Inhalte hoch läd, kann dafür auch nicht der kostenlose Bild-Cloudspeicher verwendet werden.

Man sollte so für die Miete des Cloudspeichers etwa 10€/ Monat einrechnen. Das ist mir auf Dauer zu teuer.

 

Nun bin ich auf pcloud gestoßen (ich verlinke das mal nicht, wegen Spam-Schutz, aber ich bekomme keine Provision oder ähnliches von denen, sondern ich frage wirklich nach eurer Meinung...). Da gibt es ein ganz interessantes Preismodell, bei dem man eine einmalige Gebühr bezahlt und damit ein lebenslanges Nutzungsrecht erwirbt. Im Beispiel: Premium Plus für 350€ zzgl. einmalig 125€ für die Verschlüsselungsfunktion bezahlt. In Summe sind das dann 475€ für einen verschlüsselten 2TB Speicherplatz. Rechne ich mal meine pauschalen 10€/Monat gegen, würde sich das in 4 Jahren amortisieren. Danach fange ich an mit sparen, weil ich quasi keine Cloudkosten mehr habe.

Als einzigste Gefahr sehe ich, dass es diesen Service irgendwann nicht mehr gibt. Sollte dies schon nächstes Jahr passieren, hätte ich die Gebühr in den Sand gesetzt.

 

Nun meine Frage: Was haltet Ihr davon?

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6 Answers
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Ich habe mir den Anbieter mal angeschaut und das Angebot sieht auf den ersten Blick sehr gut aus. Der Preis ist hoch, aber das ist alles seriös kalkuliert. Aber da finden sich schnell am Ende ein paar Haare in der Suppe:

  1. Die Firma hat ihren Sitze in der Schweiz. Sie unterliegt damit nicht dem EU Recht und auch nicht der DSGVO. Natürlich gehe ichdavon aus, dass diese Firma die DSGVO vollumfänglich einhält, aber formal muss sie das nicht und wer dort personenbezogene Daten "lagert", hat ein ernstes Problem.
  2. Wenn die zuviele "Lebenslange" Kunden haben, dann entwickelt sich das Geschäftsmodell zu einem riskanten Unterfangen. Denn die "lebenslangen" Kunden bringen kein Geld mehr, produzieren aber Kosten. Es müssen also immer wieder neue Kunden gefunden werden, um den laufenden Betrieb finanzieren zu können. Bei diesem Geschäftsmodell ist ihmo das Insolvenzrisiko nicht unerheblich.
  3. Im Falle einer Insolvenz tritt der Gau ein. Das bezahlte Geld ist weg, die Daten vermutlich auch. Und was der Insolvenzverwalter mit den Platten der Server macht, ist ungewiss. An den Datenschutz auf DSGVO Niveau ist der nicht gebunden!!!

Also ich würde da keinen "lebenslangen" Plan abschließen.

Hier sind noch einige andere Fragen aufgetaucht, die ich gerne aufgreife.

  • Servercrash: Bei einem Platten- oder Servercrash ist ein Datenverlust sehr unwahrscheinlich. Solche Dienster arbeiten mit großen Filern und mit Raid-Arrays. Eine defekte Platte ist da kein Beinbruch. Vermutlich ahmen sie das Google Prinzip nach, nehmen also billigee Desktop-Platten statt teureServer Platten. Das funktioniert recht gut, aber man muss etwas mehr Redundanzen haben. Es gibt aber Kaskadierungen, wo man aus den Arrayys oder den Filern noch mal Arrays bildet. Dann ist selbst der Totalausfall oder sogar Totalverlust eines Filers kein Problem mehr. Außerdem werden die Daten von Zeit zu Zeit oft noch auf Bändern oder reinen Backup-Systemen gesichert. Das allerdings könnte sich der Cloud-Dienst evtl. sparen - denn das Backup kostet recht viel Geld.
  • Braucht man wirklich 2TB Cloud Speicher? Im Regelfall nein. In eine Cloud Sicherung gehren wirklich wichtige Dokumente. Anderen Daten wie Fotos oder Videos kann auch sehr gut auf externen Festplatten sichern. Die kann bei Verwandten oder Freunden einlagern oder evtl. in einem kleinen Bankschließfach. So sind die Daten duch Verlust durch Diebstahl oder Brand geschützt. Viele Unternehmer nutzen ihr Bankschließfach für die Lagerung von Backupplatten, weil Daten heute das wichtigste Gut einer Firma sind. Leider sind Schließfachgebühren sehr unterschiedlich, so dass diese Variante nicht so pauschal empfehlen kann. Einige Banken bieten kleine Schließfacher, in denen man gut ein paar externe 2,5" Platten unterbringt, schon für 20 Euro an. Anderen haben nur größere und verlangen gleich 200 Euro im Jahr dafür.
  • Und noch der Hinweis: Flash-Speicher ist kein geeigneten Medium für Langzeit-Backups! SSD oder USB-Sticks kann man für kurzfristige Backups gut nutzen. Aber für alles, was nach mehr als 3 Monaten noch lesbar sein soll, sind Sticks oder SSD ungeeignet !!! Für solche Backups bitte klassische Festplatten nutzen. In Angebotgen gibt es immer wieder 2 Terabyte als 2,5" Platte für 60 Euro. Das ist die perfekte Backup-Platte und die so klein, die paßt ins kleinste Schließfach oder getarnt ins Bücherregal!
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@HaHoma. Das du keinen Spam postest wissen wir. Von der PCloud hatte ich noch gar nichts gehört, klingt aber interessant. Sie erhält auch nur gute Testergebnisse und Kritiken. 475  € auf einmal sind aber auch ne Menge Holz. 

In die Zukunft sehen kann leider keiner. Aber warum sollte ein gut laufender Cloud Dienst plötzlich zu machen. Was mich ein wenig stört ist das die Server wieder in den USA stehen

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!

@wlanman

Deswegen möchte ich ja zwingend die Client-Verschlüsselung. Dann ist es mir relativ egal, wo die Server stehen, da die Daten trotzdem (hoffentlich) sicher sind.

@wlanman

Und warum sollte der Dienst pleite gehen? Wenn nun alle am Anfang den Lifetime-Taruf nehmen, haben sie am Ende des Tages keine Einnahmen mehr, weil es keine oder nur wenige Mieter gibt. Die Server müssen trotzdem betrieben werden. Und schwupps, ist das Geld alle...

@HaHoma. Das denke ich auch . Obwohl vor der NSA ist wohl nichts wirklich sicher. 😀 😀 

@HaHoma. Ich denke das werden aber nicht viele machen. Bei Firmen ja, aber wer braucht privat schon 2 TB Speicher. Die meisten werden kleinere Volumen nehmen und dafür monatlich oder jährlich bezahlen .

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@HaHoma, ich persönlich würde das nicht machen. Mir wäre 1. die Gebühr schon zu hoch und 2. der Fremdserver zu unsicher und nicht nur weil er in den USA steht.

Wenn der Server mal einen Crash haben sollte, dann sind deine ganzen Daten im schlimmsten Fall trotzdem alle weg. Wie groß ist denn dein NAS? Kannst du 100%ig sicher sein, dass die wirklich nicht deine Daten ausspionieren und das du deine Daten dort ein Leben lang speichern kannst (min 25 Jahre)?

Warte mal lieber auf @Holger_p's Antwort, er kann dir wohl am besten sagen, welche Lösung am besten ist, oder ob PCloud so gut ist, wie es scheint.

 

@praktiker

Da sind keine Daten weg. Solche Unternehmen arbeiten grundsätzlich mit zig Spiegelservern. Da kann ruhig mal einer Crashen, schon springt der andere ein. Stelle dir mal vor sowas würde mit richtig wichtigen Daten passieren, dann können die dicht machen. Ich denke sowas haben sogar wir. 

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In irgendwelche lebenslange Versprechen glaube ich nicht - habe noch kein Service gesehen, der sich darauf gehalten oder überlebt hat. So würde ich lieber auf einen deutschen sicheren Anbieter wie Strato zu setzen, auch wenn mir 2 TB 15 Euro im Monat kosten würden. Und noch sichere Lösung - zwei Festplatten an zwei unterschiedlichen Orten. Günstiger geht nicht.

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Ich habe meine wichtigsten Daten auf 4 versch. Festplatten, welche so ca. 1x im Monat aktualisiert werden. Die sind an 3 versch. Orten gelagert, ich denke das sollte sicher genug sein, falls mal 1 FP ausfällt. Die noch nicht überall gesicherten Daten habe ich in der Cloud

@janinez

Das klingt nach einem guten Konzept. Wenn Du eine Platte in einem anderen Haus aufbewahrst wie die restlichen Platten, dann ist es sehr sicher und in meinen Augen für ein privat genutztes Backup schon perfekt.

naja, nachdem mir mal meine gespiegelten Platten gleichzeitig kaputt gingen und ich gottseidank die Möglichkeit hatte, über die Firma meines Sohnes die Daten kostenlos wieder herstellen zu lassen, bin ich dazu übergegangen alles auf 4 FP zu speichern und diese an versch. Orten zu verwahren und wie gesagt, alles, was noch nicht auf allen Platten gespeichert ist, ist in der Cloud

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Danke für Eure Meinungen. Ich werde mich somit eher gegen die Cloud eintscheiden und lieber noch ein oder zwei HDD kaufen. Nun die nächste Frage: Mit Synology Hyper Backup kann man das Backup auch verschlüsseln. Das würde ich auch gern tun, wenn die Platte irgendwo in irgendeiner anderen Wohnung liegt. Allerdings: Was ist, wenn mein Synology-NAS den Geist aufgibt? Kann man dann die Daten noch entschlüsseln oder benötige ich zwingend ein neues Synology-NAS dafür? Denn die beste Sicherung nützt nichts, wenn man sie im Ernstfall nicht wiederherstellen kann...

@hahoma

Mach es einfacher - einfach die ZIP-Dateien mit einem Passwort schützen.

Dann müsste ich aber mehrere GB an Daten Packen. Da bin ich ja einen Monat beschäftigt... Und 20.000 Zip-Dateien sind auch nicht gerade einfach zu händeln. Außerdem muss das dann alles komplett manuell erfolgen. Inkrementelle Sicherungen gibt es dann gleich gar nicht. Also eigentlich hätten die Zip-Dateien fast nur Nachteile(?)

@hahoma

Dann kann ich Dir so eine Lösung vorschlagen >> Link Ohne viel zu recherchieren. Nur als Vorschlag

@Dim, zwar relativ teuer, aber immer noch billiger als der Lifetime Service für paar hundert Euro und sehr sicher.

 

 

Ich habe gerade gelesen, dass Hyper Backup Images sowieso nicht so einfach ohne DSM wiederhergestellt werden können. Ich muss da mal recherchieren...

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