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Leben in den 70ern ...
 
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Leben in den 70ern und 80ern  

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Ich bin ja Bj 70 und meine Kindheit war rein "Analog".

Wir haben noch im Dreck und im "Wald" gespielt, uns Schürfwunden und Kratzer/Schnitte zugezogen.

Unsere Eltern hatten eher Probleme uns INS Haus zu kriegen, als, wie heute, aus dem Haus RAUS zu kriegen.

Fensterscheiben gingen schon mal beim Ball spielen kaputt, wir wurden an den Ohren gezogen, oder bekamen schon mal einen "Schlag in den Nacken" und trotzdem ist aus uns was geworden.

Im Haus spielen hieß damals noch verstecken, Brettspiel, Würfelspiel, oder Karten spielen, wie Mau Mau, Knack, oder 17 & 4, aber auch Quartett.

Wenn ich als Kind mein Taschengeld aufbessern wollte, habe ich mit anderen Tannen gepflanzt, für 5 DM Stundenlohn, oder auf dem Bauernhof geholfen.

Fahrräder reparieren, oder Mofas, haben wir immer selbst gemacht. Bei den Fahrrädern hat mir damals mein Vater gezeigt, wie das geht, zumindest bei platten Reifen, obwohl er Lehrer war. Er kam aber gebürtig vom Bauernhof.

Was heute Retro ist, war damals (teilweise) Hightech.

Wie sah euer Leben in der Zeit aus?

 

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5 Antworten
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Ich kann das Ganze nur bestätigen, da alles in etwa auch so gelaufen war. Nur vom Taschengeld haben wir nie gehört. 

Oder gesehen?!

Heute macht kaum noch ein Teeni sich die Hände schmutzig, für ein paar extra Euros.

Viele Mädchen/junge Frauen gehen wohl noch Kellnern, aber Jungs, auf dem Bau, eher weniger. Obwohl, zwei meiner Neffen haben doch auf dem Bau gearbeitet, für etwas mehr "Taschengeld".

 

Wir hatten nur so einen Begriff wie "Taschengeld" nicht. Klar hat man immer wieder Paar Groschen bekommen. Die Großeltern waren immer großzügig. Eigene Geschäfte habe ich schon mit 13 angefangen (Bücher, Sinclair ZX Spectrum + Spiele). Auch abends nach der Schule gearbeitet in einem Video + Gaming Club.

Wow, finde ich cool.

 

Und später ging ich zur Armee und in der Zeit ging die Bank pleite - das hart verdiente Geld war futsch.

Das ist richtig hart und Sch...

 

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Nach der 4ten Klasse bin ich zur Realschule gegangen. Die war im Nachbarort. Also immer mit dem Fahrrad 7 km zur Schule und zurück, egal bei welchem Wetter denn "Schulbus" war noch ein Fremdwort

Dann die Lehre. Der Bahnhof war auch in einem anderen Ort. Also wieder etliche km bis zur Bahn, dann eine Stunde Bahnfahrt zum Betrieb, Abends 18.00 Uhr Feierabend . Die Bahn fuhr natürlich erst eine Stunde später. Die gleiche Prozedur für den Heimweg. . 20.30 war man dann in etwa zu Hause. 

Das würde heute keiner mehr machen

 

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!

Doch. Ich kenne einige.

Eine Freundin von mir ist zu meiner Schulzeit auch immer knapp 10 km mit dem Fahrrad zur Schule, einfache Strecke. Meist bin ich nach der Schule mit dem Rad mit zu ihr und abends dann wieder nach Hause Smile

Und in der Ausbildung musste ich auch pendeln, 15 Minuten mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle, dann 1 Stunde mit dem Bus zum Ausbildungsbetrieb. Abends gleiches Spiel zurück. Und ich bin 2010 in die Lehre gekommen ;)

Jetzt bin ich aber positiv überrascht. Bis jetzt habe ich von jüngeren Leuten als Antwort auf meine Schilderung immer  "Echt ? Das wäre mir zu stressig gewesen" oder ähnliches bekommen

Genau. Zu genau diesem Thema noch ein Video bevor ich mich auslogge

 

Geiler Song  👍 

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Als Jahrgang 1948 könnte ich mich noch als Nachkriegsjahrgang bezeichnen. Verbunden mit allen vorherrschenden Entbehrungen und Notzeiten war es mir dennoch möglich nach bestandenem Abi mich an einer Uni in München einzuschreiben.

Meine dortige Studienzeit viel in die legendären 67er Jahre die jetzt wieder so Glorreich angepriesen werden.

Zur damaligen Zeit wurde alles was über den großen Teich herüberkam gierig angenommen. Der neue Musikstil, von unseren altvorderen als Negermusik verächtlich gemacht war groß im kommen. Kein Wunder, waren es doch bis dato Titel wie "Vor meinem Vaterhaus steht eine Birke" oder Lale Anderson mit "Lili Marlen". Auch die Comedian Harmonits lieferten das übliche Repertoire. Und nun diese verrückte Musik aus Amerika.

Unvergesslich die freundlichen Hippis, die sogenannten Blumenkinder. Zugedröhnt mit der neuen Wunderdroge LSD. Anzutreffen im Englischen Garten auf dem Monopteros unter den Scharen der Anhänger von Krischna und werweiswasanbeter. Beatlesfrisur, Beatlesstiefel und enganliegende am Bein weitgestellte Hosen waren der Modestil. Protest gegen alles was bis dahin existierte war an der Tagesordnung. Besonders geprägt wurde diese Flowerpower Generation auch von dem bis jetzt unvergessenen Scott McKenzie mit seinen Song If you're going to San Francisco.

Ich muss sagen, es war eine schöne Zeit.

Die schrecklichste Zeit erlebte ich Jahre später während meiner Weiterbildung im Klinikum Rechts der Isar in München. Das Massaker bei der Olympiade. Hautnah wurde ich Zeitzeuge einer Tragödie.

Nach acht Jahren Zeitsoldat in einem Bundeswehrkrankenhaus mit dem letzten Dienstgrad Major wechselte ich in ein ziviles Klinikum dem ich bis zu meiner Pensionierung treu geblieben bin.

Salve: Rupi

Ja, die Hippizeit habe ich auch voll erlebt. Allerdings ohne Drogen.

Man sagt ja das dieses Lied für die Droge LSD steht

 

Aber du hast Recht, diese Zeit war Super allein schon wegen der Musik

Toll, Rupi  👍 uns sehr interessant. Ich glaube, jeder beschreibt seine jungeren Zeiten, als man so um die 15-20 Jahre jung war, als die besten Zeiten und auch sie Zeiten mit der besten Musik. Das stellt man nur ein wenig später fest.

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Naja, ich bin Baujahr 69 und habe daher die 70 und 80er doch recht direkt miterlebt. Wobei mich die 80er natürlich viel mehr geprägt haben als die 70er. Als Kind wurde natürlich draußen gespielt. Praktischerweise ist direkt hinter unserem Haus ein Spielplatz. Der war ein Jahr nach unserem Einzug mit tollen Holzbauten im Stile einer Westernstadt errichtet worden. Jetzt, wo ich wieder in diesem Haus wohne, gibt es den Spielplatz zwar immer noch, aber es sind nur wenige Spielgeräte darauf. Aber immerhin hat dieser Spielplatz seit zwei Jahren WLAN - der Freifunkrouter hängt bei auf dem Dachboden :-)

Musikalisch bin ich voll ein Kinder 80er. Synthi-Pop usw. ist voll mein Ding.

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LSD (Lysergsäurediethylamid)

wurde gerne zusammen mit einem zwar verschreibungspflichtigen aber legalen Schlafmittel Mandrax (Methaqualon) verbunden. Dieses Medikament war unter Insidern als Mandrinchen bekannt und wurde später aus dem Verkehr gezogen. Methaqualon war zur damaligen Zeit ein häufig verordnetes psychotropes Schlaf und Beruhigungsmittel und wurde auf dem Markt für 1 DM pro Tablette verkauft. Eine lohnende Nebeneinnahme für manchen Klinikums Bediensteten.

Salve: Rupi

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