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Wie geht eigentlich "ruthe.de"?

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Praktiker
(@praktiker)
Hochberühmtes Mitglied Admin

Hallo Leute, 

Mal was ganz anderes. Wir haben ja hier schon oft lustige Clips von ruthe.de gesehen und ich hab jetzt zufällig über Google ein Video gefunden, wie die Videos gemacht werden. Zu erst habe ich mir das Video vom neuen Atelier von Ralph Ruthe angesehen und anschließend das Video gefunden, wie die tollen "Filmchen"/Clips gemacht werden. Ich fand das sehr interessant und würde so etwas auch gerne können. Zu den technischen Abläufen kann wohl eher @Dim einiges erzählen. Hier der YouTube Beitrag.

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Themenstarter Geschrieben : 16/01/2021 18:37
Themen Schlagworte
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@Praktiker Danke für dieses tolle Video, das das Wichtigste zum Thema erklärt. Hier kann man sehr gut nachvollziehen, wie aufwendig solche Produktionen sind. Das Video ist nicht ganz aktuell - das vorgestellte Programm "Adobe Flash Professional" läuft seit 2016 als "Adobe Animate". Die Vorgehensweise bleibt aber ähnlich. Die vorgestellten Tools nutze ich auch. Es wurde nicht angesprochen, wie lange das fertige Video aus After Effects gerendert wird. Mein nicht ganz aktueller Rechner braucht für drei Minuten Video (mit vielen Effekten) ca. 8 Stunden Renderzeit. Deswegen werden für solche Aufgaben die stärksten Rechner benutzt. Zum Beispiel für den Film Avatar wurden 4352 Computer mit 34816 CPU-Kerne, 2,5 Millionen GB Speicherplatz benutzt. Für den Film bräuchten diese Rechner insgesamt 63.000 Stunden Renderzeit. (Quelle: Daniel Behrens, pcwelt.de, 16.09.2009

Falls euch auch interessiert, wie die Produktion der elektronischen Musik funktioniert, wird es in diesem coolen Video von Stromae auf lustige Art erklärt.

und mit den englischen Untertitel

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Geschrieben : 17/01/2021 11:18
Praktiker
(@praktiker)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@Dim, der kleinere Mann im Video ist doch der "Architekt"/Numérobis (Jamel Debbouzé) aus dem Asterix-Film "Asterix, Mission Kleopatra"!?

In den Videos wird aber nichts von der Technik u/o dem Programm gezeigt/erwähnt, leider. Man sieht nur das kleine "Keyboard" und den Laptop. 

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Themenstarter Geschrieben : 17/01/2021 15:03
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@Praktiker Das stimmt - aber das ist nur ein kleines Spaßvideo. Ich möchte da nicht übertreiben - in diesem Video wird einiges schnell erklärt, was man für die erste Produktion alles braucht:

 

 

Und hier ein Beispiel, wie ein Song produziert wird:

 

 

Das sind einfache Beispiele. Für die hochwertigen Produktionen braucht man viel mehr. Wie Zeit so auch Geld.

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Geschrieben : 17/01/2021 17:34
Holger_p
(@holger_p)
Berühmtes Mitglied Admin

Ihr habt ja da ein richtig interessanes Thema drauf. Bei dem Video "Wie starte ich mit Musik" fiel mir aber sofort auf, wie dicht Wissen und Irrglaube beieinander liegen. Wenn er sagt, das ein USB Mikrofon "über den internen Audio Chip aufnimmt", dann ist das Blödsinn. Das Auna-Mikrofon klingt mittelmäßig, weil da ein eine billige Kapsel und ein billiger AD-Wandler drin ist. Fürs gleiche Geld gibts auch schon bessere Mikrofone.

Audacity kann übrigens extrem viel - es bedient sich aber weniger bequem. So gibt es z.B. keinen Effekt "Radiostimme", sondern man muss selbst wissen, was man mit seiner Sprachaufnahme machen muss, damit so wie klingt, wie ein Radiomoderator klingt.

Und da hätte ich mal gerne einen Tipp: Gibt es ein Programm, kostenlos oder für kleines Geld (max 20 Euro), das ähnlich viel kann wie Audacity, aber einen bequemen mehrspurbetrieb beherrscht? Ich will damit nicht musizieren, es geht um die Produktion von kleinen Hörspielen oder Podcasts.

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Geschrieben : 17/01/2021 19:08
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@Holger_p Da hast Du recht - das Auna-Mikrofon gehört nicht zu den besten - ich wollte nur kurzen Überblick geben, wie die Produktion funktioniert und nicht zu den Feinheiten kommen.

Und wenn Du schon von einem Mehrspurbetrieb sprichst, landen wir schon im DAW-Bereich, auch wenn Du keine richtige Musik produzieren willst. Und bei den DAWs entschiedet öfters nur Geschmack und da hilft nur ausprobieren. Ich gebe Dir einige Links, die Dir sicherlich helfen können. Leider kenne ich diese Programme nicht näher, weil ich mit FL Studio produziere und bin damit mehr als zufrieden. Am einfachsten zu bedienen ist sicherlich der Music Maker und da lässt sich auch mit der Free-Version einiges erreichen. Hauptsache - nicht vergessen zu speichern, weil das Programm sehr absturzanfällig ist. Sonst muss man immer Humble Bundle im Auge behalten - bei denen gibt es ca zwei Mal im Jahr schöne Bundles für die Musikproduktion.

Und hier sind die Links:

https://www.gearnews.de/die-besten-freeware-daws/

https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/kostenlose-und-guenstige-daws-produzieren-fuer-den-schmalen-taler.html

https://thehomerecordings.com/de/kostenlose-daws/

 

Ach ja, es gibt noch eine gute Alternative und diese kostet 16,90 Euro. Bei diesem Angebot habe ich damals sofort zugeschlagen. Da kannst Du wenig falsch machen und das Programm reicht für Deine Bedürfnisse:

Cubase LE 10

 

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Geschrieben : 17/01/2021 21:05
Holger_p
(@holger_p)
Berühmtes Mitglied Admin

Hallo Dim,

danke für die Links. Einen Teil davon kannte ich schon. Das Cubase Angebot ist in der Tat nicht schlecht.

Meine Suche hat einen bestimmten Hintergrund: Ich möchte andere, unerfahrene Nutzer an das Thema heranführen und daher eben die Suche nach einem möglichst einfachen Programm ohne den unnötigen Ballast wie MIDI, Synthi, Sequenzer usw.

Audacity kann ja prinzipiell den Mehrspurschnitt - nur schön und einfach ist es dann nicht mehr. Das Tool soll halt einfach sein, aber die Basics der Stimmbearbeitung müssen möglich sein. Ich selbst könnte auf solche Sachen fast verzichten - mein neues Mischpult kann bis auf die endgültige "Finalisierung" schon alles im Pult erledigen. Also ggf. Gate, natürlich EQ und Kompression mit diversen Parametern. Also kein Vergleich zum 1 Knopf Kompressor der analogen Pulte. Da aber andere Nutzer statt diesem Equipment mit einem 10 Euro Headset am Start sein werden, mus die Software diese Bearbeitung natürlich beherrschen.

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Geschrieben : 17/01/2021 22:17
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@Holger_p

Hallo Holger,

die Einsteiger kommen mit Magix sehr gut zu Recht. Ich habe meine erste Schritte auch damit gemacht. Lade einfach die Free-Version runter und schau mal wie weit Du damit kommst. Eine Aufnahme ist damit auf jeden Fall möglich und einige Spuren sind auch da. Acht Spuren müssen für die Podcasts schon reichen. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Version auch VST unterstützt, aber falls ja, weißt Du doch, kostenlose VSTs gibt es wie Sand am Meer.

https://www.magix.com/de/musik/music-maker/

Ganz unten kann die kostenlose Version heruntergeladen werden.

Eine interessante Alternative aber nicht so einfach zu bedienen wäre auch Avid Pro Tools First.
https://www.avid.com/pro-tools

 

Hier ist ein sehr gutes Tutorial dazu

 

 

Aber Cubase wäre für den Preis von 16,90 EUR sicherlich eine Superwahl. Zum Vergleich - mein Program kostet 900 Euro.

 

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Geschrieben : 17/01/2021 23:39
Holger_p
(@holger_p)
Berühmtes Mitglied Admin

Danke für die vielen Tipps. Mir fehlt derzeit die zeit, das alles mal auszuprobieren. Aber das werde ich noch machen.

Magix: Ich weiß, viele schwören drauf. Ich hatte mir auch mal ein Schnittprogramm von denen gekauft, so um die 50 Euro. Und ich kam damit so absolut nicht klar. Der Workflow und die Bedienbarkeit war so völlig anders als alles, was ich bis dahin gewohnt war.

Der Preis einer Software ist immer relativ und hat nur bedingt was mit der Qualität zu tun. Das Videoschnittprogramm, mit dem die Hälfte aller Hollywood-Kinofilme geschnitten wird, ist in der Basis kostenlos. Und selbst die Studio-Version von Davinci Resolve ist mit ca 300 Euro lächerlich billig, wenn man sieht, mit welchen Budgets die Blockbuster produziert werden. Der Hersteller lebt vom Hardwareverkauf - auch für Resolve kann man sich Pulte zusammenstellen, die mehr kosten als ein Rolls Royce.

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Geschrieben : 18/01/2021 23:14
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@Holger_p 
Klar, Resolve ist ein tolles Programm und kostet in der Grundversion nichts, braucht aber längere Einarbeitungszeit. Diese erleichtern viele Einsteiger-Tutorials.

Hier ein kleiner Überblick über die kostenlosen Videoschnittprogramme:

Ich arbeite meistens mit Adobe Premiere & After Effects, Magix Video Pro X, habe auch Vegas Pro, Pinnacle und Cyberlink. Meine erste Schritte habe ich damals mit Magix Video deluxe gemacht und empfehle dieses auch weiterhin in der Premium Version. Mit dem Programm kommt man sehr schnell zu recht, es hat gute Anleitungen und mehr als genug Tutorials. Nachteile: man wird ständig aufgefordert auf die neue Version upzudaten und immer wieder verschwinden einige gute Features bzw. Plugins in den neuen Versionen. Auch die Stabilität ist nicht die beste - ständiges Speichern gehört zu dem normale Ablauf.

Und hier eine kurze Einführung

 

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Geschrieben : 19/01/2021 13:54
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

Und ganz passend zum Thema hat Humble Bundle heute wieder neue Aktion: für nur 1 Euro statt 129,95 bekommt ihr ganz aktuelles Pinnacle Studio 24 Ultimate. Da schlage ich direkt zu.

https://www.humblebundle.com/software/design-expression-powerhouse-software

Weiter im Paket gibt es MultiCam Capture XL für 8,41 € (braucht nicht jeder) und für 24,43 @ bekommt ihr alles zusammen mit Corel Painter 2020 mit einem großen Brushes-Pack (das ist eher für die Leute, die gerne am PC malen). Auf jeden Fall sind das richtige Schnäppchen. Selbstverständlich dürft ihr bei Humble Bundle auch mehr ausgeben und unterstütz damit wohltätige Zwecke.

P:S. Eben habe ich sogar das Doppelte bezahl: 2 Euro.

Cool

 

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Geschrieben : 19/01/2021 23:01
Holger_p
(@holger_p)
Berühmtes Mitglied Admin

Pinnacle für kleines Geld - da gönnt man sich mal die 24er Version. Danke für den Hinweis.

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Geschrieben : 19/01/2021 23:39
Holger_p
(@holger_p)
Berühmtes Mitglied Admin

Meine ersten Gehversuche auf einem digitalen Schnittplatz war eine Fast Videomachine, die direkt einen SVHS-Schnittrecorder ansteuern konnte. Ich kenne aber auch noch den analogen A/B Schnittplatz. Dann ging mit Pinnacle Software weiter - die Videosoftware wurde anfangs in Braunschweig entwickelt, denn die Anfänge steckten ja in der Firma miro.

Erstaunlicherweise gibt es beim Videoschnitt rech viel kostenlose Software, die richtig gut ist. Nicht nur Resolve, sondern ganz besonders Shortcut ist ein tolles Programm. Resolve dagegen wird den kommerziellen Profimarkt umkrempeln. Die neue Version ist eine klare Kampfansage an Premiere. Resolve 17 kann alles, was die Adobe Software auch kann. Das meiste viel besser. Und die Software ist viel schneller bzw. braucht weniger teure Rechner. Wer noch mit Premiere schneidet, tut das nur noch aus Gewohnheit. Wenn Resolve irgendwann noch die Fähigkeiten von Edius bekommt, dann wird das Programm zum Schweizer Taschenmesser im kommerziellen Bereich. Und ob die Action-Cam Besitzer mit Resolve oder mit Video Deluxe schneiden, das dürfte Blackmagic absolut egal sein. Diese Clientel kauft keine Blackmagic Hardware.

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Geschrieben : 19/01/2021 23:52
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@Holger_p Sehr gerne. Besonders da es eine ganz aktuelle Ultimate-Version ist.

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Geschrieben : 20/01/2021 0:13
Dim
 Dim
(@dim)
Hochberühmtes Mitglied Admin

@ Holger_p Sehr interessant. Ich glaube, es wird sehr schwierig, mich zu überzeugen, von Adobe zu den anderen komplett zu wechseln. Außer Premiere hänge ich an After Effects, Photoshop, InDesign und anderen Programmen fest. Und genau dieses Zusammenspiel ist für meine Arbeitsabläufe sehr wichtig.

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Geschrieben : 20/01/2021 0:17
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