Wir haben im Haus überall Fußbodenheizung. Die einzelnen Herzkreisläufe werden über Raumthermostate angesteuert.
Diese Raumthermostate hängen leider notwendigerweise auf ca. 1m Höhe, tlw. mitten an glatten Wänden und sind mit der Zeit auch schon etwas vergilbt. Ich möchte sie nach und nach ersetzen.
Nun scheint eins kaputt zu sein, sodass ich da anfangen kann.
Ich möchte es durch einen Shelly1 ersetzen, der über einen Shelly H&T angesteuert wird. Der Shelly1 kommt zum Heizkreisverteiler, der H&T irgendwo ins Zimmer.
Nur zur Sicherheit für mich: Wie muss ich die Drähte im Raumthermostat schalten, damit es überbrückt wird und im Heizkreisverteiler auch der Strom ankommt?
@kaosqlco sind die Anschlussklemmen beschriftet mit L, N und einem Pfeil?
Meine Ausbildung zum Elektroinstallateur ist zwar schon ewig lange her und habe seitdem kaum in dem Bereich/auf dem Gebiet gearbeitet, aber ein bisschen ist noch hängengeblieben.
Ich habe auch überall Bodenheizung, aber kein einziges Raumthermostat, nur die Verteilerbalken im Keller und 1. OG.
OK, Danke. Mehr als man auf dem Foto sieht, weiß ich auch nicht.
Ich habe jetzt einfach mal die beiden braunen Kabel verbunden und den Shelly im Verteiler installiert.
Es gab keinen Kurzschluss und der Shelly lässt sich auch schalten und steuert das Ventil. Mehr als Ein / Aus gibt es da ja nicht. Das mache ich noch ein paar Tage manuell und binde dann ein Funkthermostat ein.
@kaosqlco vielleicht hilft dir diese Anleitung weiter.
Auch Google Lens konnte nicht viel weiter helfen.
OK, danke. Die Anleitung bestätigt meine Annahme. Im Thermostat gibt es ja nur 3 Kabel und über den blauen Neutralleiter wird ja nichts geschaltet. Also lag es nahe, dass ich die beiden anderen miteinander klemmen kann.
Das Thermostat macht ja auch nichts anderes: wird die eingestellte Temperatur unterschritten, wird geschalten. Jetzt ist eben hier dauerhaft geschalten und der Schalter (Shelly) sitzt jetzt direkt vor dem Stellantrieb.
Das Thermostat war übrigens kaputt. Egal was man da eingestellt hat: der Stellantrieb war an. Ich konnte den Heizkreis nur ausschalten, wenn ich den Stellantrieb vom Strom genommen hatte, denn der ist stromlos geschlossen (NC).
Ich habe am Shelly erstmal 'ne Zeitschaltung eingestellt. Jetzt muss ich nur noch entscheiden, welches Funkthermostat ich nehme: Shelly oder HomeMatic. Bei Shelly ist bestimmt die Konfiguration einfacher, das Anzeigen der Werte in meiner HomeMatic-App aber schwieriger.
Läuft. 😀
Ich habe heute tagsüber den Shelly 1 nur nach Zeitplan geschalten. Macht natürlich wenig Sinn, da die Heizung recht träge ist.
Eben habe ich ein Shelly Funkthermometer 'verheiratet' und einen Temperaturbereich vorgegeben, der gehalten werden soll. Ob das geklappt hat, sehe ich dann im Log der Shellys an den Schaltzeiten bzw. am Temperaturverlauf.
Die Bodenheizung braucht ja immer in etwa 1 Tag, bis man die Änderungen spürt, vor allem Änderungen von kalt nach warm. Es kommt sicher auch auf die Qualität der Haus Isolierung/Dämmung an.
Ich habe bei mir die Bodenheizung in den Bereichen wo ich mich aufhalte dauerhaft so eingestellt, dass ich es einigermaßen gut aushalte, aber es möglichst nicht zu warm ist, also ziemlich minimal. In meiner Küche und im Bad habe ich es etwas wärmer, weil ich mich da am meisten aufhalte. Raumthermostat nutze ich keins. Mein Haus ist von 1979/80, mit gemauerten Keller und eher schlecht gedämmt.
Bei einem Tag, den die Heizung zum Reagieren braucht, macht ein Thermostat wirklich keinen Sinn. Unser Haus ist Bj. 2012. Leider gab es da noch keine Funklösung. Deshalb haben wir diese hässlichen analogen Thermostate auf 1m Höhe an den Wänden. - Die kann ich nun tatsächlich ablösen und die Sensoren woanders platzieren bzw. programmieren, wie ich möchte (Offset, Schaltzeiten usw.).
Jalousien, die schon elektrisch sind, aber auch noch per Schalter bewegt werden, habe ich z.B. schon umgestellt. Die ersten mit HomeMatic, neuerdings auch mit Shelly.
Update:
Ich bin sehr begeistert von der Lösung mit dem Shelly und werde nach und nach umrüsten.
Die Digitalthermostate sind auch wesentlich genauer als die analogen mit Drehregler und schalten präzise.
Und ob der Shelly und damit das Ventil und damit der Heizkreis angeschalten sind, sehe ich in der App bzw. alle Schaltzeiten der Vergangenheit. Und Kosten spart es somit auch.
Update: die Umrüstung schreitet voran.
Ist jetzt, wo ich Übung habe und weiß, was ich da tue, ganz easy.
Die bisherigen analogen Thermostate sind über einer tiefen Dose verbaut. Da kommt L und N an und geht das vom Thermostat geschaltene L weg.
Bei meinem ersten Versuch habe ich N hier noch stillgelegt (Wago) und die beiden L miteinander geklemmt und den Shelly dann im Verteiler nahe bei den Ventilen untergebracht. Viel zu kompliziert, auch weil da noch zusätzliche Verteilung notwendig war, weil der Shelly auch N braucht.
Oben in der Dose ist das alles schon da und nur das ankommende L muss aufgeteilt werden, weil der Shelly1 potentialfrei ist und deshalb zweimal L braucht (Versorgung und Schaltkontakt sind elektrisch getrennt).
Jedenfalls passt der Shelly1 samt Wago-Klemme prima in die Dose und ersetzt zumindest den Schaltteil des Thermostats.
Zur Temperaturanzeigen nutze ich einen Shelly H&T Gen3 mit Display. Zum Aufschrauben auf die Dose, habe ich einen Adapter gedruckt, den es im Netz gab. Sieht sehr gut aus.
Einziges Manko ist, dass man am Display keine Tasten zum Einstellen der Temperatur hat. - Ist halt ein Display. 🤔
So oft muss man aber nicht eingreifen bzw. kann ich das jederzeit per App tun. Hier habe ich zwei Schwellwerte für das Display eingestellt: wird eine bestimmte Temperatur unterschritten, wird der Shelly1 angeschalten und damit das Ventil der Fußbodenheizung für diesen Bereich / wird eine Temperatur überschritten, schaltet das Ganze aus. Däs läuft sehr zuverlässig und kann sogar noch von anderen Bedingungen wie Tageszeit abhängig gemacht werden.
In meinem Büro (Homeoffice) habe ich z.B. eingestellt, dass jeden Tag 6:00 der Shelly einschaltet und wenn 23 Grad oder 7:00 Uhr erreicht wird, wieder aus. Je nachdem, was eher eintritt.
Ich bin sehr begeistert.
Ehemaliges Thermostat
... Von innen
Neu: angeschlossener Shelly1
Neu: Shelly H&T Gen 3 mit gedruckten Adapter, über der Dose angeschraubt
Alternativ dazu habe ich im Bad ein Thermostat von Beok verbaut. Das hatte gute Rezensionen und war mit ca. 35€ auch nicht teuer. Es hat ein grosses Display nebst Tasten zur Einstellung und funktioniert gut. Nur die gemessene Temperatur ist ca. 1Grad zu hoch. Das kann man aber durch ein Offset korrigieren.
Es funkt auch mit WLAN, braucht aber eine eigene App. Ist ja kein Shelly.
Da ich Home-Assistent nutze, ist das aber egal.
Im Eingangsbereich war auch ein Thermostat verbaut. Das haben wir aber nie benutzt und es lief auf Frostschutz. Das habe ich auch rausgeschmissen und die Dose für den Einbau eines Walldisplay benutzt. L & N werden für das WD gebraucht. Das geschaltene L zum Ventil ist abgeklemmt und stromlos.
Ein Walldisplay ist mit über 100€ an sich ein teurer Spaß. Das Display ist aber programmierbar und hat auch die Option, ein Thermostat abzubilden. Ich habe es mit dem Shelly1 und Shelly H&T im Gäste-WC gekoppelt und stelle die Wunschtemperatur über das Walldisplay ein, das im Eingangsbereich direkt neben der Tür zum WC hängt.
Außerdem kann ich hier auch alle smarten Lichter und Jalousien, die sich im Erdgeschoss befinden incl. Garagentor steuern. Ist sehr praktisch - vor Verlassen oder nach Betreten des Hauses.
Ich hoffe nur, dass Shelly bei der Firmware des Walldisplay nochmal nachlegt, denn z.B. Szenen lassen sich ganz schlecht darstellen. Eine Szene ist ein Miniprogramm und wäre z.B. dass alle Lichter ausgeschaltet werden / alle Jalousien runterfahren werden. Das könnte man dann gesammelt mit einem Knopfdruck beim Gehen auslösen.
Walldisplay mit aktuellen Werten
Ansicht mit "Schaltern"
Thermostat
@kaosqlco WOW! 💪👍Coole Sache! Ich will auch sowas haben, habe aber eine Mietwohnung 😕🥴
Ich find's auch cool und meine Frau ist auch begeistert. Vor allem vom Walldisplay, das sie so nutzt, wie ich es geplant habe: als Zentralsteuerung. Das findet sie besser als eine App auf dem Handy.
Eine Mietwohnung sehe ich erstmal nicht als Hinderungsgrund. Wenn mal vor Auszug alles wieder zurückbaut, kann man m.E. auch Dinge ändern.
Hinderungsgrund ist m.E. eher, dass Änderungen an der Elektrik nur von Fachkräften vorgenommen werden sollen.
Wenn man genügend Wissen hat und die baulichen Voraussetzungen passen (tiefe Dosen, Dauer-L und N anliegend), kann man den Einbau eines Shelly m.E. wagen. Der wird ja nur als Relais in den Stromkreis eingebunden.
Das Walldisplay kann man auch als Tischgerät oder Aufputzgerät nutzen (mit gedrucktem Gehäuse und Stecker dran) und damit Shelly Plug (Zwischenstecker) steuern, an denen z.B. Lampen mit Stecker hängen. Das ist dann gar kein Eingriff in die Elektrik.
Alternativ kann man auch die kleinen Shelly mini in selbsgedruckten Kästchen installieren und das Ganze in die Zuleitung von Kabeln integrieren und hat dann quasi smarte Schnurschalter.
Von Shelly gibt es auch Leuchtmittel: Shelly Bulb. Und eine Vierfachsteckdose, die einzeln geschaltet werden kann, gibt es auch schon: Shelly Power Strip.
Ich schließe mich dir an.@kaosqlco WOW! 💪👍Coole Sache! Ich will auch sowas haben, habe aber eine Mietwohnung 😕🥴
Nobody is perfect
Ich gehe mit Wlanman (in memoriam) konform: Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!









