Wie ich hier schon geschrieben habe, gärtnere ich auf dem Flachdach unseres Hauses.
Leider hat die Baufirma beim Anlegen des Dachs bzw. des Ablaufs den Fehler gemacht, dass sich die Unterkante des Ablauf ca. 3cm über dem Dach befindet. D.h. nach Regen steht da so lange Wasser bis es verdunstet. Jetzt da wir auf dem Dach Pflanzen in Kübeln stehen haben, die wir regelmäßig Giessen, steht da quasi immer Wasser, weil das überschüssige Wasser unten aus den Kübeln rausläuft und sich vor dem Ablauf sammelt.
Stehendes Wasser ist unschön, weil es somit auf dem Dach glitschig ist und es auch etwas riecht.
Jedenfalls habe ich schon viel versucht oder angedacht:
- Ausgleichen: ist teuer bzw. gibt es ohnehin kein brauchbare Lösung, irgendwas auf besandete Dachpappe aufzutragen
- ich will auf keinen Fall das Dach aufschneiden und irgendwas unter den Bahnen aufbringen
- ich hatte schon Blähton als Ausgleichsschüttung, der mir aber bei Starkregen weg geschwommen ist
- Steine als Ausgleich sind zu schwer
usw.
Aktuell habe ich eine Pumpe laufen, die alle 30min für 3min pumpt. Der Markt an flachsaugenden Pumpen ist eh Recht dünn. Ich habe jetzt eine, die auch bei 5mm Wasserstand Wasser pumpt. Sie klappert aber schon ordentlich und wird wohl bald den Geist aufgeben. Ich nehme an, dass das daran liegt, weil sie oft trocken läuft, weil da sie in Intervallen läuft, manchmal auch kein Wasser da ist.
Jedenfalls möchte ich sie gerne nur dann schalten, wenn auch Wasser da ist und suche jetzt nach Möglichkeiten, wie ich das zuverlässig feststellen kann.
Wassermelder mit Kontakten lösen m.E. zu zeitig aus, nämlich schon dann, wenn es feucht ist. - Ich brauche aber irgendwas, was 5mm Wasser erkennt, denn soviel Wasser braucht die Pumpe zum Ansaugen.
Jeder Vorschlag ist willkommen - auch Basteleien. Ich kann auch selber entwerfen und 3D-Drucken.
Für PV-Platten gibt es so Clips, welche die Kapillarwirkung nutzt. Vielleicht kannst du in die Richtung etwas 3D drucken?
Als 5mm Wassermelder vielleicht doch den elektrischen (mit den Metallkontakten), auf dem Kopf mit 5mm Abstand?
PV-Platte? Was ist das? Solarmodul?
Daran, einen Feuchte-/Wassersensor etwas höher zu stellen, hatte ich auch schon gedacht - z.B. auf eine 5mm dicke Platte. - Wenn der Wasserstand sinkt (Pumpe), ist die Platte aber nicht gleich trocken und der Sensor lösst ggf. weiter aus. - Da wäre ein echter Wasserstandsmesser besser.
Ich werde das trotzdem Mal mit einem Shelly Flood probieren.
Bzgl. Kapillar-Effekt experimentiere ich gerade mit einem 2 m langen / 30mm breiten Docht. Auf der einen Seite liegt er in der Pfütze - das andere Ende hängt im Fallrohr. Theoretisch sollte das klappen. - Wird nur ewig dauern.
Ja, für Photovoltaik-Platten gibt es Clips, welche den Kapillareffekt nutzt, wenn die Platte ziemlich flach positioniert ist. Glaube auch dass das schwierig wird mit Docht, oder etwas ähnlichem wie der Plastikclip.
Den Sensor (wenn er solche Metallmäander hat) würde ich eher umdrehen und auf 5mm Füße setzen. (ggf sogar leicht schräg 4-auf-6 mm) Auf eine Platte den Sensor setzen sehe ich schwierig, eben wegen den Tropfen die auf dem Sensor bleiben.
Ich hab für mein Osmosewasser das Teil hier im Einsatz, das mir meldet, wenn das Fass voll ist:
Der hat einen externen Sensor, den man passen platzieren kann.
Den kann man vielleicht etwas umbauen, dass er nicht Alarm gibt, sondern ein Relais für eine Pumpe schaltet.
Meine Idee wäre ein bastel Projekt, ähnlich wie früher im Werkunterricht. Eine Metallplatte als schwere Grundplatte, daran ein beweglichen Arm (z.B. dünnen Schweißdraht und am anderen Ende einen flachen Schwimmkörper, wie z.B. ein Stück Styrodur.
Wenn man für den beweglichen Arm eine Hülse/Röhre nehmen würde, in die man einen Schalter (früher gab es noch die "gefährlichen"/giftigen Quecksilber-Schalter) einsetzt, der so eingestellt ist, dass er bei 5 mm Höhenunterschied schaltet.
Die Idee soll ein wenig wie die Füllstandsanzeige bei einem Sprit-Tank funktionieren. Ob es noch Schrottplätze gibt, die noch alte Auto-Teile haben, weiss ich leider nicht. Bei mir im Emsland wahrscheinlich nicht mehr so viele.
Danke für die Anregung. Einen sehr leichten Schwimmer hatte ich früher im Vergaser meines Mopeds. Der war aus Alu Blech und hat auf kleinste Änderungen reagiert. Sowas könnte auch gehen. Als Schalter ginge z.B. ein Endschalter aus dem Maker-Bereich (3D-Drucker, CNC). Ich werde mal überlegen.
