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Perpetuum Ebner Plattenspieler: Alten 3 poligen DIN Stecker umändern für Stereoanlage  

  

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Hallo Community, 

Vor längerer Zeit hatte ich eine Schaub/Lorenz Musiktruhe erworben, in der ein altes Röhrenradio und ein alter Perpetuum Ebner Plattenwechsler verbaut waren. Das Modell der Truhe war wohl Bali 800er Serie.

Ich hatte damals alles komplett ausgebaut. Das Radio ist wohl nicht mehr zum laufen zu bringen, aber der Plattenspieler sicherlich doch.

Gestern bin ich mal dabei gewesen und hab schon mal einige Stellen "bearbeitet".

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Der Plattenspieler verfügt über einen Direktantrieb (der "Motorblock", mit den 4 Kupferspulen, links im Bild, treibt eine Gummischeibe an, die "im Plattenteller" untergebracht ist). Wofür der rote Kondensator gebraucht wird, weiss ich leider nicht.

Die Einzeladern des Tonabnehmers sind durch die gelben Schutzschläuche geführt und sind einmal auf der Platine (im Bild rechts (oben)) verlötet, von wo auch das Kabel, mit dem 3 pol DIN Stecker abgeht, zur Anlage und gehen dann noch weiter nach links, zu zwei Kontakten, von denen ich keinen Schimmer habe, wofür die sein sollen.

Ein erster Probelauf ergab, dass sich der Plattenteller dreht und anscheinend auch die Funktion des Tonabnehmers gegeben ist. Das Netzkabel des Plattenspielers habe ich mit einem Schuko-Stecker versehen.

Um auszuprobieren ob die Tonabnahme auch wirklich funktioniert, muss ich jetzt eine Möglichkeit finden, das Tonabnehmerkabel (3 poliger DIN Stecker) an eine aktuellere Anlage anzuschließen. 

Genau dafür brauche ich eure Hilfe.

Das Gestell, in dem ich den Plattenwechsler untergebracht habe, ist übrigens aus der alten Truhe. Ich hab nur 2 Seitenteile neu gemacht und der Boden fehlt noch.

 

5 Answers
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Moin Praktiker

 

Erst mal muss ich etwas berichtigen. Der Plattenspieler hat keinen Direktantrieb . Das gab es damals noch nicht. Die Drehzahlumschaltung funktionierte über Riemen und Rollen und der Plattenteller wurde durch ein Reibrad angetrieben

 

Ashampoo Snap 2019.02.19 17h25m39s 003

Der Kondensator diente als Vorkondensator bei einer anderen Betriebsspannung , z.B. 110 V, es gab aber auch einen als Entstörkondensator über dem Einschalter . Das ist übrigens ein Quecksilber-Schalter also Vorsicht

Ashampoo Snap 2019.02.19 17h58m19s 006

 

Jetzt zu dem Thema mit dem Anschluss an eine Stereoanlage. Du brauchst 2 Cinchstecker für Links und Rechts, denn das Modell ist ein PE Rex A Stereo. Die 3 polige Din Buchse ist so belegt.

Ashampoo Snap 2019.02.19 17h36m19s 004

1 = Rechts

3 = Links

2 = Abschirmung, die musst du für die Cinchstecker aufdröseln

Draufsicht von hinten

 

 

Belegung Cinchstecker

Ashampoo Snap 2019.02.19 17h45m26s 005

 

Da es sich bei dem System um ein Kristallsystem handelt bitte keinen Phono-Eingang benutzen . sondern Aux oder Tonband. Wenn du weitere Fragen hast, bitte melden

 

Bearbeitet vor 6 Monaten 2 times von Wlanman

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!

Moin @Wlanman und Danke, für deine Antwort.

Du hast Recht, mit dem Antrieb, der sieht genau so aus, wie auf deinem Bild.

Meinst du, mit dem Quecksilberschalter, das weiße Gehäuse, auf dem unteren, meiner Bilder, links, an dem zylindrischen Bauteil? Der Mechanismus scheint für den korrekten Abspielverlauf des Tonträgers/der Platte verantwortlich zu sein. Also das der Tonarm, am Ende der Platte hochfährt und in die Ausgangsstellung zurückschwenkt.

 

Ich denke ja, es kann aber sein das sie im Laufe der Zeit innerhalb der Baureihe gegen normale Schalter getauscht wurde, denn Quecksilber ist ja sehr giftig. Ich kenne sie nur in der alten Ausführung und da musste man bei einer Reparatur immer sehr aufpassen das der Schalter nicht aus Versehen kaputt ging 

 

 

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Moin Praktiker . Bei dem System brauchst du auch keinen Vorverstärker. Ich gehe auch davon aus das du die Cinch-Stecker richtig angelötet hast .

Aber ich habe es schon geahnt. Das Problem sind die alten TA-Systeme. sie altern. 

 

Bei älteren Kristalltonabnehmern lösen sich die Wandler im Laufe der Zeit durch Aufnahme von Luftfeuchtigkeit auf und zerbröseln förmlich. Auch der Steg zwischen Kristall und Nadelhalter aus
einem Kunststoff, zersetzt sich im Laufe der Zeit. Irgendwann fällt im TA System alles auseinander . Da hilft dann nur ein Neues. Das wird es aber nicht mehr geben. Deshalb repariere ich auch nur Plattenspieler mit Magnetsystemen.

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!

Und nu? Kann ich da nichts mehr machen, umbauen, reparieren, oder sonstiges? Denk bitte an deinen gestrigen Thread mit dem Dual Plattenspieler. Geht nicht, gibt´s nicht. Irgendwas muss ich da machen können.

Der Tonarm hat zwei Nadeln, die man durch drehen setzen kann, eine oben und eine unten. Die eine scheint für die 75 Umdrehungen zu sein.

 

Jetzt nagelst du mich aber fest. Einen Dual 1229 kannst du natürlich nicht mit dem alten PE vergleichen. Also das alte System kann man nicht reparieren.

 

Natürlich gibt es fast immer eine Lösung, die Frage ist nur wie viel man noch investieren möchte . Das original System von PE gibt es nicht mehr, weil es die Firma nicht mehr gibt . Sie gehörte zuletzt zu Dual. Aber es gibt einen Nachbau . Eigentlich passen alle Keramiksysteme mit ½ Zoll Befestigung. Das Problem ist nur , man kann bei dem alten PE das Auflagegewicht für die Nadel nicht einstellen. Magnetsysteme scheiden völlig aus. Erstens brauchen die einen Vorverstärker oder Phonoeingang an der Anlage und benötigen auch viel weniger Auflagegewicht . Da wäre in so einem Plattenspieler die Nadel schnell ruiniert

Der Nachbau ist zwar ziemlich teuer, aber wenn man damit und mit funktionierenden Wechsler-/Auflegesystem den Plattenspieler wieder gut zum spielen kriegt, dann brauch ich nur noch ein schönes Gehäuse zu machen und der Wert ist wieder gesteigert, bzw das Gerät ist wieder richtig schön und klingt gut. 

Und wieviele Leute haben wohl einen restaurierten PE Plattenspieler?😉👍😁

 

Hallo Praktiker. Dann wünsche ich dir viel Spaß beim restaurieren. Ich habe da auch noch etwas für dich was dir dabei bestimmt weiterhilft.  Die komplette Serviceanleitung für den Rex A. Ob deiner noch diese Diskusscheibe als Gewicht hat weiß ich nicht, es gab ihn auch mit einem zusätzlichen Arm. Das Laufwerk müsste aber identisch sein

 

Servicemanual PE Rex A

 

 

 

Coool, besten Dank👍😃! Das sollte mir auf jeden Fall weiterhelfen.

Kann ich die Anleitung auch irgendwie größer und schärfer kriegen?

Meine Augen sind leider nicht mehr die besten.

 

Ja, du kannst die einzelnen Seiten anklicken und dann auch noch mal mit einen Klick vergrößern. Die einzelnen Seiten lassen sich auch runterladen und dann bearbeiten

Sollte ich alle elektrischen Bauteile austauschen, also Kondensator/en, Wiederstand/-stände und evtl die Schalter und Leitungen? Wenn ich den Plattenspieler schon restaurieren will, dann kann ich vielleicht am besten alle Teile, die nicht mehr so zuverlässig funktionieren (können/werden) austauschen. Es macht wohl am meisten Sinn, erst mal den Plattenspieler wieder vernünftig zum laufen zu bringen, bevor ich das Gehäuse in Angriff nehme. 

Für das Gehäuse fehlt mir aber noch die richtige Idee, wie ich das machen soll. Es soll modern wirken und vielleicht auch etwas leuchten. 

 

Eigentlich nur die Bauteile, also Kondensatoren und Widerstände. Dann die Mechanik reinigen und evtl. neu fetten.

Hast du auch eine Idee, wo ich den richtigen Kondensator herbekomme?

In den Serviceunterlagen steht nur 2x0,8 uF.

 

Moin Praktiker. Schau mal auf den Kondensator in deinem Plattenspieler . Da steht etwas von 0,4µF . Die Angaben in den Service-Unterlagen können je nach Land variieren . Ich glaube England hatte damals noch 110 Volt . Da brauchte der Motor dann einen anderen Kondensator.

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Kannst du mit den folgenden Bildern etwas anfangen?

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Auf dem Okka farbenen Bauteil steht 5nS. Ist das eine Spule, heisst das Nano Siemens?

 

Ja, kann ich. 

 

Bild 1 : Keramikkondensator 5,5 nF mindestens 250 Volt

 

Bild 2 : Drahtwiderstand 2560 Ohm 4 Watt 5% Toleranz

 

Bild 3 : Folienkondensator 0,4µF 380 Volt ~

Super, dann muss ich nur noch wissen, wo man die kriegen kann.😐😏

Die ersten beiden könnte ich vielleicht noch irgendwo in meiner Sammlung haben, aber den großen 0,4 μF, nicht 0,4 F (an der schwarzen Klammer sieht man auf dem Kondensator noch das μ stehen) wohl nicht.

Die beweglichen Teile des Plattenspielers, die "Gelenke" hatte ich schon mal geölt, mit der Spritze und Kriechöl.

 

Also da die genauen Werte zu finden wird schwierig. Früher hat man ja noch Bauteile speziell für die Geräte gefertigt bis die Normreihen eingeführt wurden.

 

Hier deshalb noch mal aktuelle Werte die du verwenden kannst

 

Keramikkondensator : 5,6 nF = 5600 pF

 

Widerstand : 2,7 KOhm 4 Watt oder höher

 

Für den großen Kondensator einen MKP Kondensator mit 390 oder 470 nF . Bei den MKPs ist die Spannungsangabe immer AC, deshalb reichen da 250 Volt. Denn alle Bauteile haben immer eine gewisse +/- Toleranz. Auch sind die Bauteile heute wesentlich kleiner geworden

 

 

Mal so nebenbei. Meine Eltern hatten damals auch so eine Radiotruhe. Ich habe mal etwas recherchiert . Es müsste eine Saba Willingen gewesen sein. Natürlich noch Mono mit einem Dual Plattenspieler

Ashampoo Snap 2019.03.27 20h11m04s 008

Ashampoo Snap 2019.03.27 20h12m11s 009

 

Da liefen dann immer die alten 78er Schellackplatten so wie diese

 

Aber auch meine erste Single habe ich darauf abgespielt. Die Musik sagt aber meinen Eltern gar nicht zu.

 

Leider hat man damals noch nicht daran gedacht das Gerät für später aufzuheben. Diese Truhe wird heute bei ebay für 400 € angeboten und ich weiß das Sammler auch den Preis bezahlen. Ich wünsche dir das du den alten PE wieder zum laufen kriegst - Ist zwar kein Hifi Gerät aber bei solchen Projekten zählt dann auch nur das Erfolgserlebnis -  

Jetzt hab ich endlich die 3 Bauteile bei Reichelt bestellt, mit "Reserve", also von allen 3 paar mehr.

Fehlt nur noch das teuerste, die Nadel. 

 

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Moin @Wlanman, ich hab zwar wohl einen guten Schwung an alten, ungebrauchten Bauteilen, aber ob da das passende dabei ist, kann ich nicht erkennen.

Ich habe z.B. viele Keramik Scheibenkondensatoren, aber da stehen keine Werte drauf, nur Zahlen, wie 103, 104Z, oder 503 HS usw. Damit kann ich nichts anfangen. 

Kannst du mir da bitte nochmal helfen?

Oder kann man da vielleicht auch gängigere Bauteile, wie z.B. Elkos einbauen?

 

Bearbeitet vor 5 Monaten von Praktiker

Also Elkos auf keinen Fall. Die sind gepolt. Wechselspannung ist da tödlich. Hier hast du eine Anleitung was die Zahlen bedeuten. Wenn man es erst mal weiß ist es ganz einfach.

 

Zahlencode Keramikkondensatoren

Danke, ich konnte nirgends so eine Tabelle finden, allerdings wusste ich auch nicht genau, was ich bei Google eingeben musste.

Bei den Drahtwiderständen, die ich habe, sind die mit Aufdruck entweder zu klein oder zu groß. Gibt es da ein maximal möglichen Wert, den man nehmen darf?

Bei den anderen Kondensator steht u.a. drauf WIMA FKC-3, und bei einem dann noch 4700 400- A7 u, bei einem anderen noch 1000 1000-  B6 u, des weiteren einmal 1000 63 WIMA B1 und B3. Kann ich von denen einen verwenden, oder doch nicht?

 

Also bei Folienkondensatoren sind die Angaben ähnlich. Wenn keine Bezeichnung wie nF oder µF hinter der ersten Zahl steht sind es immer pF . Die Zweite Zahl ist die Spannungsfestigkeit  also bei deinen z.B 1000 pF 63 Volt = oder 1000 pF 1000 Volt =

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Ich hab jetzt doch noch angefangen, die Aderleitungen auch auszutauschen. Allerdings habe ich statt geschirmter Adern eine extra Ader gezogen, die den Schirm ersetzen soll. Ansonsten dachte ich mir, die Litze durch eine Entlötlitze durchzuschieben, was sich aber schon als sehr schwierig erwiesen hat.

Die ganzen "Miniplatinen", wo die Enden der Adern aufgelötet sind, werde ich wohl auch austauschen, schon wegen der neuen Bauteile, die andere Abmessungen haben.

 

Moin Praktiker

 

Schau mal was ich für dich habe. Hat man mir heute morgen schon gebracht.

Schicke mir deine Anschrift noch mal per PN. Habe ich aus versehen gelöscht

 

Radio 21

Die sind gestern angekommen und heute hab ich den einen meinem Kumpel gegeben.

Nochmals danke dafür.

Ich hab gestern Abend doch noch bei Thomann 3 Meter Enden geschirmtes Audiokabel bestellt, also 3 verschiedene, je 1m lang und 2 Chinch Einbaubuchsen.

 

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